Mahnfeuer und Mahnwachen

Angefangen hat es in Berlin-Brandenburg - dem Bundesland mit den meisten gemeldeten Wolfsrudeln. Bereits weit vorher hatten wir Kontakt mit den Veranstaltern des ersten Mahnfeuers. Wir waren von der friedvollen Demonstration begeistert, auch von der Atmosphäre und ebenso dem Gedankenaustausch. Menschen können sich dort treffen sich informieren.Wir haben dann eigene Pläne gefasst und auch Solidarfeuer ins Leben gerufen in den Gegenden wo es noch keine Wölfe gibt oder zwischenzeitlich gab. Am 12.04.2017 haben wir dann auch über die Schafzuchtverbände zu den ersten bundesweiten Mahnfeuern zum 12. Mai 2017 aufgerufen. Leider folgten diesem Aufruf nur durch persönliche Kontakte der FDS-Vorstände einige Betriebe in Berlin-Brandenburg, Hessen, NRW, Sachsen, und Niedersachsen. 


Berliner Erklärung

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir, die Unterzeichner erklären hiermit, dass das europäische Wolfsmanagement gescheitert ist!

 

In den vergangenen 20 Jahren nach der Wiederansiedlung des Wolfes in

 

Deutschland ist es nicht gelungen ein einheitliches und auf wissenschaftlicher Grundlage basierendes Management zu erarbeiten, um einen mit Landwirtschaft und Naturschützern verträglichen Umgang mit den Wölfen zu schaffen. Die Akzeptanz des Wolfes sinkt beständig, weil es keine effektive passive Herdenschutzmassnahmen gibt und weil Versprechen zur Entnahme von Wölfen, die sich wiederholt Weidetieren nähern, nicht eingehalten werden.

 

Alle Warnungen von international anerkannten Wissenschaftlern, die sich um die Wolfsforschung bemühen , werden ignoriert, zum Beispiel: Prof. Dr. Pfannenstiel, Prof. Dr. M. Stubbe, Dr. N. Stier, Prof. Valerius Geist, Prof. Bibikow, Prof. Granquist,  Kaj Granlund. . Im Gegenteil es wird weiterhin an der ungehinderten Ausbreitung von Wolfsrudeln in eng besiedelter Kulturlandschaft festgehalten. Wir haben in einigen Regionen Deutschlands WELTWEIT die größte Populationsdichte von Wölfen!

 

Die Bevölkerung wird nur unzureichend über die Gefahren, die von den Wölfen ausgehen kann aufgeklärt. Sie   bestehen in der Möglichkeit zur Einschleppung von Tollwut sowie deren Verbreitung. Dazu kommt es noch zur Verbreitung des für Menschen nicht ganz unproblematischen Hundebandwurmes, sowie die für Füchse und Hunde gefährliche Staupe und Räude. Wenn auch Angriffe auf Menschen nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit denkbar sind, so geht doch von unseren Weidetieren im Dorf und damit Menschennähe eine Gewöhnung der Wölfe aus. Solange durch mangelndes Management die Wölfe in der Nähe der Siedlungen Weidetiere reissen dürfen, werden noch so hohe Zäune sie nicht daran hindern. In Niedersachsen ist diese Aufrüstungsspirale derzeit in vollem Gange, die Tierhalter sollen jetzt noch höhere Zäune zum Schutz ihrer Tiere erstellen.  

 

Die Unterzeichner fordern daher die Politik zu folgenden Maßnahmen auf

1. Das heutige Wolfsmanagement ist durch ein wirkliches Wildtiermanagement zu ersetzen.

2. Für Wölfe (Canis lupus lupus) sind geeignete Lebensraum (Habitate) als Schutzzonen auszuweisen, z.B.  in bereits vorhanden Naturschutzgebieten und Nationalparks mit jetzt schon eingeschränktem Jagdrecht. Dieses sollte im Einvernehmen mit der Bevölkerung, insbesondere mit Weidetierhaltern, Grundstückseigentümern und Jagdpächtern erfolgen.

3. Wölfe sind wilde Tiere und zählen zu den erfolgreichsten Großraubtieren der Erde. Wölfe sind nicht vom Aussterben bedroht. (IUCN Status Least Concerned) Der Schaden bei den Weidetierhaltern ist durch angemessene Schutzjagden nach dem Vorbild Schwedens zu begrenzen.

4.Wolfsmischlinge (Hybriden) sind der Natur zu entnehmen, sie gefährden die Art „WOLF“ am stärksten (Boitani). Denn die Gerüchte um „Mischlingswölfe“ reißen nicht ab; Foto- und Filmindizien gibt es mittlerweile zu Hauf. Erste genetische Belege ebenso. Die Schweiz gibt diese Fakten bereits zu. Wir fordern daher auch die überfällige Untersuchung aller Wolfsrudel von unabhängigen und anerkannten ausländischen Wolfswissenschaftlern, ob es sich hier tatsächlich um reine Wölfe handelt. (z.B. durch akkreditierte DNA Labore + Kraniologie und Morphologiebegutachtungen)

5. Eine wahrheitsgemäße Information der Bevölkerung und alle Daten zu den Wölfen sind durch Offenlegung in einer öffentlich zugänglichen Datenbank transparent zu gewährleisten, Eine bundesweit geführte, wochengenaue Rissliste ist via Internet aufzubauen, Alle Ereignisse sind darin festzuhalten, einzeln nach Bundesland.

6. Die Wolfsberater müssen unabhängig (z.B. landw. Sachverständige, Tierärzte) sein und dürfen nicht aus den Kreisen der Wolfsbefürworter kommen.

7. Das Senckenberg Institut hat seine Untersuchungsmethode anzupassen. Die Untersuchung der mit D N A ist als alleinige Untersuchungsmethode nicht ausreichend, um Mischlinge in der Population herauszufinden. Sollte ein D N A Ergebnis Hund ergeben, so soll das Senckenberg Institut die Hunderasse und das Geschlecht des Hundes dem Tierhalter mitteilen, damit dieser ggf. zügig Schadensersatzansprüche gegen den Hundehalter machen kann.

8. Es ist zu prüfen, ob die ungehinderte Ausbreitung eines Großraubtieres in eng besiedelter Kulturlandschaft mit dem Grundgesetz vereinbar ist und ob es einen Bestandsschutz für Tierhalter gibt, die wegen wiederholten Übergriffen auf Ihre Tiere aufgeben, weil sie dem emotionalen Druck nicht mehr gewachsen sind. Wölfe sind seit weit mehr als hundertfünfzig Jahren nicht mehr Teil unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Die Ökosysteme sind stabil und zeigen gerade in der Weidewirtschaft eine deutlichere Artenvielfalt als in Wolfshabitaten. Wir stellen zudem fest: Es sind keine Störungen zu beklagen! Ökologische Effekte in der Wildnis sind mindestens strittig und wissenschaftliche Untersuchungen zur Ökologie in Kulturlandschaften gibt es keine.

9.Erfahrungen aus allen Ländern der Erde zeigen: Die Nahrungsanteile von Nutztieren erreichen bis zu 95% in nutztierdominierten Habitaten. Es gibt keinen wirksamen und zugleich bezahlbaren Schutz von Weidetieren. Die „Kasernierung“ der Landschaft – analog der von Wolfsgehegen kann nicht der Wunsch der Bevölkerung sein.

10. Außerdem ist eine Populationsbegrenzung festzulegen und die überzähligen Wölfe sind zu entnehmen.

Wir erwarten von allen, sich aktiv und mit Nachdruck sowohl auf EU-, Bundes - als auch auf der Landesebene für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Wölfen, der Weidetierhaltung und unseren natürlichen Ressourcen aus Flora und Fauna einzusetzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 


Erste Feuerstellen sind für den 15.09.18 gemeldet:

Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich und die Niederlande haben Ankündigungen gemacht.

PLZ ORT Straße Beschreibung
14522 Stücken (PM)
Ortslage Stücken, Wiese hinter dem Landgasthof Stücken
Jens Schrenicke Telefon 0173-2186610, E-Mail jens.schreinicke@t-online.de
15910 Unterspreewald (LDS) Ortstel Leibsch Ortsausgang Leibsch Richtung Märkisch Buchholz links. Frank Michelchen Telefon 0160-95645150, E-Mail pensionamspreeufer@web.de
       
21423 Winsen OT Borstel Haidlandsweg 100

Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V.

0159-04382931

 26632 Ihlow    
       
26446 Friedeburg  

Bentstreeker Schulweg 1

 

Heikes Moorhof

27389

29593

31634

Fintel

Schwienau

Lichtenhorst

Nuddelhof 10

Dorfplatz am Feuerwehrhaus

Am Schützenhaus

 

78733

88213

87509

Aichhalden

Ravensburg

Immenstadt

 

 

 

 

Rötenberg Silberburg 3

Klöcken1

Ortsteil Bräunlings – Weg zur Einöde

 

 

 

 

 

Schäferei Theo Lehmann

Andreas Schmid

Alexandra Hauf zusammen mit dem Ortsverein des Bauernverbandes

 

92334 Berching Ritter von Gluck-Strasse 14 Schafhalter Johann Georg Glossner
01920 Ralbitz-Rosenthal  OT. Cunnewitz Vereinshaus
 

Orte der Mahnfeuer von Frankreich und der Schweiz

Hier die Orte der Mahnfeuer von Frankreich und der Schweiz die auch am 15.09.18 mit dabei sind.

https://framacarte.org/de/map/usapr-les-feux-du-15-septembre-2018_29876#11/46.2081/7.0175

Niederlande

Orte der Mahnfeuer:

Stompwijk in der Provinz Zuid Holland
Vinkega in Friesland
Leek in Groningen
Jutrijp in Friesland
Vianen in Utrecht
Schoonebeek in Drenze


Wichtig: Nächster Termin ist der 12. Mai  2018 bei dem bundesweit Mahnfeuer brennen werden!

Unten finden Sie den dazugehörigen Flyer von dem fleißig Gebrauch gemacht werden kann!

 

Genau ein Jahr nach den ersten bundesweiten Soliddar- und Mahnfeuern im Jahr 2017 wollen wir diesmal zusammen mit der Bürgerinniative Wölfe vs. Land am Samstag den 12.05.2018 wieder ab 19.30 Uhr Feuer entfachen!

 

Viele Nutztierhalter sehen sich in Folge der immer größer werdenden Wolfspopulation und der dadurch signifikant zunehmenden Nutzungskonflikte gezwungen, die Weidehaltung aufzugeben oder denken darüber nach. Berufsschäfer sind zunehmend in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet. Die Landesregierungen selbst propagieren die artgerechte und landschaftspflegerisch wertvolle Weidetierhaltung in Deutschland.

Wir wollen Deutschlandweit ein Zeichen setzen , auf die Wolfsproblematik hinweisen und mit den Menschen ob Stadt ob Land ins Gespräch kommen und auch bleiben.

 


Termin ist der 15. September 2017 bei dem europaweit Mahnfeuer brennen werden!

Hier ist der dazugehörige Flyer der fleißig genutzt werden kann!

Download
Info-Flyer Wolf Mahnfeuer
Dieses Schriftstück kann zur Information, Werbung und Hinweis auf die Prolbematik und auf den Termin und Ort für ein Feuer verwendet werden.
FLYER_Mahnfeuer_16.08.2017.pdf
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31. März 2017

In Niedersachsen als viehstarkes - aber offiziell weniger rudelstarkes Bundesland starteten die ersten Mahnfeuer außerhalb von Brandenburg sehr erfolgreich in Fintel und Stadorf. Auch in Eußerthal Rheinland-Pfalz brannte ein Feuer.

12. Mai 2017

Gemeinsam mit den Weidetierhaltern Nord-Ost-Niedersachsen (WNON), und dem Landesverband für Landwirtschaftliche Wildhaltung Niedersachsen  haben wir zu den ersten bundesweiten Wolfsmahnwachen, Mahn- und Solidarfeuern aufgerufen. Letztlich brannten 23 bekannte Feuer mit insgesamt ca. 2.500 Besuchern!

09. Juni 2017

Auf dem Hof von Christian Cordes fand unserer zweites Mahn- und Solidarfeuer mit ca. 150 Besuchern für die eingeschränkte Ausbreitung des Wolfes statt.

Als Weidetierhalter sehen wir unsere Existenz zunehmend durch die starke Ausbreitung des Wolfes bedroht.  Die berechtigten Ängste der ländlichen Bevölkerung werden nur verbal ernst genommen. Deshalb haben mit den Weidetierhalter Nordost-Niedersachsen (WNON) und dem Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. (FDS) zu landesweiten Mahnfeuern auf gerufen

Wir haben deshalb direkt Betroffenen zu Wort kommen lassen:
Der Wolf im Landkreis Harburg:
· aus der Sicht einer Schäferei (Andrea und Hermann Herold)
· aus der Sicht einer Mutterkuhhalterin („Oma MuK“, alias Renate Müller)
· aus der Sicht der Landfrauen (Vorsitzende des Kreisverbandes der Landfrauenvereine im Landkreis Harburg, Sybille Kahnenbley)

 

Bei uns war auch der CDU Landesvorsitzende Dr. Althusmann,
der auch ein Grußwort an die Teilnehmer richtete Noch mit dabei Andre` Bock MdL der CDU , Henrik Frese SPD sowie Mitglieder des Kreistages.