Mit dem Auftakt des „Hirtenzuges 2026“ im Rahmen der AGRA 2026 in Leipzig setzen die Organisationen gemeinsam ein starkes Zeichen im
Internationalen Jahr der Weidewirtschaft und des Hirtentums. Gemeinsam machen sie deutlich: Der Weidetierhaltung in Deutschland droht ohne konkrete Unterstützung ein weiterer
dramatischer Rückgang dieser (öko)systemrelevanten Bewirtschaftungsform. Der daraus resultierende Schaden an Natur und Umwelt – und damit für Gemeinwohl und Gesellschaft- mit seinen
negativen Auswirkungen ist nicht mehr umkehrbar. Die Agra das Podium für Gespräche mit Vertretern von Politik und Agrarverwaltung. Wir wissen, sie ist die Plattform für den Austausch
mit dem Fachpublikum als auch mit der breiten Öffentlichkeit.
Der Höhepunkt in der großen Tierschau am 12.04.2026 wird die Übergabe des Hirtenstabes an den Landesverband Thüringer
Schafzüchter e.V. sein. Und was ist der Hintergrund dieser Handlung?
Am 2.12.2025 verkündete die FAO den Start des Internationalen Jahres der Weidelandschaften und des Hirtentums, das darauf abzielt, die
Aufmerksamkeit auf gesunde Weidelandschaften und die extensive Viehhaltung zu richten, den Weidetierhaltern und Hirten Gehör zu verschaffen.
Der Hirtenstab war zu Gast in Ansbach zur Bock-Auktion
Die Vereinten Nationen (UN) haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums erklärt. Wir deutschen Hirten nutzen diesen glücklichen Umstand, um mit einem
Hirtenzug durch Deutschland auf den unumstrittenen Wert unserer Betriebe aufmerksam zu machen. Über die letzten Jahre ist der Nutzen einer Grünlandbeweidung mit Schafen und Ziegen Allgemeinwissen
unserer Mitbürger geworden. Trotzdem drohen uns in der ab 2028 neu zu gestaltenden Förderpolitik der EU drastische Mittelkürzungen. Jetzt kommt es darauf an, deutlich zu machen, dass hinter jeder
Schafherde auch ein Hirte steht. Der Wert von uns Hirten soll mit dem Hirtenzug 2026 herausgestellt werden. Deshalb wollen wir einen Hirtenstab durch Deutschland reisen lassen. Überall, wo er
Halt macht, werden wir Hirten an unseren Herden zeigen, was der Natur fehlen würde, wenn wir nicht mehr da wären. Der Hirtenzug wird Anfang April auf der agra in Leipzig beginnen. Im Mai reist
der Stab dann durch Bayern, um im Juni durch Berlin und Brandenburg zu gehen. Ende Juni zeigen die Hirten in Schleswig-Holstein und danach in Niedersachen, welche Leistungen sie mit ihren Schafen
und Ziegen vollbringen.
Solch ein Hirtenzug kostet Geld, vor allem die Organisation. Um bei unseren Kollegen für den Hirtenzug zu werben, haben sich der Hirtenstab, meine Frau und ich auf den Weg nach Ansbach zur
Bock-Auktion gemacht. Schon beim Züchterabend hatten wir viele gute Gespräch. Und am nächsten Tag hat uns die Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. einen Infostand in der
Auktionshalle zur Verfügung gestellt. Bei unseren Informationsgesprächen haben wir eine große Menge von Info-Flyern verteilen können. Eines ist klar. Um den Hirtenzug 2026 zu einem Erfolg für
unsere Betriebe zu führen, müssen wir ihn finanziell unterstützen. Deshalb werden weitere Kollegen auf den nächsten Absatzveranstaltungen an Infoständen stehen, um den Grund und die Ziele des
Hirtenzugs zu erklären und dringend notwendige Spenden zu sammeln.
Das Sonderkonto „Hirtenzug“ des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e.V. lautet:
DE36 3806 0186 2100 2710 12
Seien Sie mit einer Spende dabei. Sie erhalten hierfür nicht nur eine Spendenbescheinigung. Sie sichern damit auch die Zukunft ihres Betriebes und aller Hirten.